InfoWE

 

sponsoren

TV Biefang-App

TVB-App gruen

Jugendturnier

Jugendturnier-Banner-2

 Turniere beim TV Biefang liefen richtig luftig und locker 

Das Wetter spielte mit und die jungen Leute hatten ihren Spaß. Bei den Handballturnieren des TV Biefang und beim großen Drumherum.

Der bange Blick ging immer wieder nach oben. Und das nicht nur, weil immer wieder graue Wolken die Sportanlage an der Erlenstraße überdeckten. Auch der Blick in die Vergangenheit stimmte nicht gerade optimistisch. Besonders im letzten Jahr war ein ganzer Turniertag buchstäblich ins Wasser gefallen. Auch in diesem Jahr waren die Bedingungen nicht immer leicht. Trotzdem ging der Spielbetrieb zur Freude von Jugendleiter Ingo Regolin nahezu reibungslos über die Bühne: „Wir hatten jetzt die letzten Jahre eigentlich immer Pech, was das Wetter angeht. Im Vergleich dazu war es dieses Mal fast schon optimal.“

Auch weite Wege

Optimal war auch die Anzahl der Teams, die bei der 15. Auflage des Jugendturniers an den Start gingen. Mit 102 Anmeldungen freute sich der TV Biefang über einen neuen Teilnehmerrekord. Dabei ließen sich einige nicht lumpen und nahmen eine lange Strecke auf sich, um nach Oberhausen zu gelangen: die TSG Altenhagen-Heepen aus Bielefeld und die Teams vom TuS Holzheim aus Rheinland-Pfalz hatten knapp 180 Kilometer hinter sich gebracht, um unter freiem Himmel auf insgesamt fünf Feldern Handball zu spielen.

Gedämpft wurde die Freude über den neuen Teilnehmerrekord nur durch die Tatsache, dass lediglich zwei Oberhausener Vereine an den Start gingen: Biefang stellte in den verschiedenen Klassen (A- bis F-Jugend, männlich und weiblich) mehrere Teams auf, während der zweite Oberhausener Club, Tus 87/97 Altstaden zumindest eine Mannschaft mitbrachte.

Im Moment in Oberhausen schwierig

Der Grund dafür lag wohl in erster Linie an der fehlenden Förderung der Sportvereine im Handballbereich. Trotzdem konnte Regolin nicht ganz nachvollziehen, warum nicht mehr Vereine zugesagt hatten: „Im Moment ist es hier in Oberhausen schwierig. Wir haben nicht viele Vereine, die sich in der Jugendarbeit stark engagieren. Sterkrade hat zwei, drei Mannschaften. Osterfeld hat nichts mehr. Turnerbund Oberhausen sind ähnlich wie wir stark aufgestellt. Es ist deshalb schade, dass der TBO nicht dabei ist. Terminlich müsste es eigentlich klappen, zumindest ein paar Mannschaften hier hinzuschicken.“

Die Teams, die allerdings gekommen waren, hatten sichtlich ihre Freude an der Großveranstaltung. Schließlich sorgte die mal wieder perfekte Organisation der rund 70 Helfer für jede Menge Gelegenheiten, auch außerhalb des Spielfeldes Unterhaltungsmöglichkeiten zu finden. Samstagabend wartete z.B. im Vereinsheim die Tunierdisco auf die, die noch das Tanzbein schwingen wollten. Auch fürs Essen und Trinken war reichlich gesorgt. Neben den Plätzen waren wieder Zelte für die Nacht aufgestellt worden, die der Sportanlage eine Art Open-Air-Festival-Charakter gaben. „Die Verbindung aus all diesen Faktoren macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus“, erklärt auch Regolin.

Lange, lange Vorbereitungszeit

Die Planungen für das Turnier begannen bereits im November des Vorjahres mit der Terminfindung und der Versendung der ersten Einladungen. Im März ging es dann so langsam in die heiße Phase, wo immer mehr Details geklärt werden mussten.

Zwei Tage vor dem Startschuss wurden die Linien für die Felder gezogen und die letzten Einkäufe gemacht. Für Regolin ein Prozess, der immer wieder eine Herausforderung darstellt: „Die Veranstaltung ist schon eine Mischung aus Stress und Freude. Es gibt Momente, da regt man sich kurz auf. Aber auf der anderen Seite, wenn es dann mal läuft, kann man das Ganze auch absolut genießen.“

Ein neuer Service wurde in diesem Jahr auch angeboten: Erstmals gab es einen Live-Ticker für das Turnier, der per Internet oder QR-Code jederzeit mit dem Handy oder Tablett abgerufen werden konnte. Entstanden war das Ganze auf Initiative von TVler Rolf Hollenberg, als er den Turnierplan online vorbereitete. „In erster Linie dient der Live-Ticker als eine Unterstützung für unsere Gäste, damit sie während des Turniers schnell mal nachschauen können, wann und wo ihr Spiel angepfiffen wird.“

Gesunde Mischung

Jede Partie dauerte zwölf Minuten. Nach der Gruppenphase ging es – falls es die Anzahl der Teams erlaubte – in die K.o.-Phase, wo es in den Entscheidungsspielen bei Gleichstand keine Verlängerung gab, sondern es sofort zum Sieben-Meter-Werfen kam. Auf die Siegerteams warteten Gutscheine für den Aquapark.

Wie stark der spielerische Ehrgeiz tatsächlich ausfiel, hing allerdings ganz von den Teams selbst ab: „Manche sind natürlich in Professionalität und spielerischer Stärke weiter, als das ein oder andere Hobby-Team. Aber eigentlich ist das hier immer ein gesunder Mix aus beidem“, meint Regolin.

 

Sebastian Stachowiak-WAZ

25.06.2017 - 16:57 Uhr